Asthma bronchiale spielt sich an den Atemwegen, dem Bronchialsystem der Lunge ab.
Die Bronchien, die die einzelnen Elemente des Bronchialsystems darstellen, sind Röhrchen,
deren Wand aus einer Muskelschicht, der Schleimhaut und einer dünnen Schleimschicht besteht, die von der Schleimhaut hergestellt wird.
Der Aufbau der Bronchien ist auch bei Ihrem Kind mit Asthma nicht anders als bei einem Kind ohne Asthma.
Charakteristisch für das Asthma ist
die gesteigerte Reaktionsbereitschaft der Atemwege (des Bronchialsystems) auf
die unterschiedlichsten Reize. Diese gesteigerte Reaktionsbereitschaft wird auch Überempfindlichkeit
oder "Hyperreagibilität" genannt.
Reize, die die Hyperreagibilität verstärken oder zu Symptomen des Asthmas führen, werden Auslöser genannt. Auslöser können u.a. Infektionen, Allergien z.B. gegen Hausstaubmilben, Tierhaare oder Pollen, körperliche oder seelische Belastungen, bestimmte Wetterlagen oder Tabakrauch sein. Der Auslöserkontakt führt an den Atemwegen zur Freisetzung von Vermittlersubstanzen, die an den Atemwegen zu den drei entscheidenden Reaktionen führen, die bei den Patienten eine Verengung der Atemwege bewirken:
Diese Reaktionen sind wieder rückgängig
zu machen, allerdings unterstützen
die Vermittlerstoffe eine chronische
Reizung und Entzündung der Schleimhaut
und dadurch eine zunehmende Empfindlichkeit der Bronchien. Als Folge führt
immer geringerer Auslöserkontakt schon zu einer Asthmareaktion.
Die Neigung des Bronchialsystems überempfindlich zu reagieren, und auch die Anlage, mit einer chronischen Entzündung der Bronchialschleimhaut auf Auslöserreize reagieren zu können, ist erblich und somit nicht heilbar. Möglich und wichtig ist aber, die chronische Entzündung zu behandeln und dadurch die Überempfindlichkeit des Bronchialsystems herabzusetzen, die Symptome zu bekämpfen und Beschwerdefreiheit zu erreichen.